Geldwäscheprävention: BaFin setzt Geldbußen gegen VR Payment GmbH fest

Fine AML Reporting
Entity
VR Payment GmbH
Published
19 Jul 2024
Incident Period
2021
Decision date
28 May 2024
Final
13 Jul 2024
Penalty
€40,000
Legal Section
§ 130 Abs. 1 OWiG
Sanctioning statute
Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG)
Substantive law
Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und Geldwäschegesetz (GwG)
Source regulator
BaFin

Structured fields are extracted automatically. A dash means the value could not be reliably extracted; the original notice below is always complete. Sanctioning statute is the law the measure is based on; Substantive law is the law whose obligations were breached — often the same, but they differ when the sanction rests on a general provision (e.g. a fine under OWiG § 130 for failing to prevent a GwG breach).

Original notice text (German)

Meldung

Die Finanzaufsicht BaFin hat gegen die VR Payment GmbH Geldbußen in Höhe von insgesamt 40.000 Euro festgesetzt. Der Grund: Die BaFin hatte im Rahmen der Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021 festgestellt, dass die VR Payment GmbH Aufsichtspflichten verletzt hatte. In Folge der nicht ausreichenden Überwachung haben Mitarbeitende gegen geldwäscherechtliche Pflichten verstoßen, indem sie Aufzeichnungspflichten nicht ausreichend nachgekommen sind. Außerdem wies das EDV - Monitoring -System der VR Payment GmbH Mängel auf.

Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig.

Zum Hintergrund:

Die Inhaberin bzw. der Inhaber eines Unternehmens ist dafür verantwortlich, dass innerhalb des Unternehmens ein wirksames System von Aufsichtsmaßnahmen etabliert wird. Dieses System muss so konzipiert sein, dass Verstöße von Mitarbeitenden gegen institutsbezogene Pflichten verhindert oder zumindest deutlich erschwert werden. Den spezifischen Gefahren, die sich aus der Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ergeben, muss die Inhaberin bzw. der Inhaber eines Unternehmens durch eine angemessene Aufsicht entgegenwirken.

Ein angemessenes EDV - Monitoring -System soll auffällige geldwäscherechtlich relevante Transaktionen identifizieren. Die Aufzeichnungspflichten sollen gewährleisten, dass das Unternehmen die Informationen, die unter anderem im Rahmen des Monitorings gewonnen werden, aufgezeichnet und aufbewahrt werden.


Maßnahme

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegen die VR Payment GmbH mit rechtskräftigem Bescheid vom 28. Mai 2024 auf Grundlage des § 130 Absatz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in Verbindung mit § 64 Absatz 3 Nr. 5a des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) in der Fassung des Artikel 7 des Gesetzes vom 19. Dezember 2022 (Bundesgesetzblatt – BGBI I Seite 2606) sowie in Verbindung mit § 56 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG) in der Fassung des Artikel 4 des Gesetzes vom 19. Dezember 2022 (BGBl. I S. 2606) zwei Bußgelder in Höhe von jeweils 20.000 Euro festgesetzt.

Der Bescheid ist seit dem 13. Juli 2024 rechtskräftig.

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