Mängel in der Geldwäscheprävention: Bußgeld in Höhe von 45 Millionen Euro gegen J.P. Morgan SE

Fine AML Reporting
Entity
J.P. Morgan SE
Published
6 Nov 2025
Incident Period
2021-10-04/2022-09-30
Decision date
13 Oct 2025
Final
30 Oct 2025
Penalty
€45,000,000
Legal Section
§ 130 Abs. 1 OWiG
Sanctioning statute
Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG)
Substantive law
Geldwäschegesetz (GwG)
Source regulator
BaFin

Structured fields are extracted automatically. A dash means the value could not be reliably extracted; the original notice below is always complete. Sanctioning statute is the law the measure is based on; Substantive law is the law whose obligations were breached — often the same, but they differ when the sanction rests on a general provision (e.g. a fine under OWiG § 130 for failing to prevent a GwG breach).

Original notice text (German)

Meldung

Die Finanzaufsicht BaFin hat gegen die J.P. Morgan SE mit Sitz in Frankfurt am Main ein Bußgeld in Höhe von 45 Millionen Euro festgesetzt. Grund für das Bußgeld sind Mängel in der Geldwäscheprävention. Das Kreditinstitut hatte seine Aufsichtspflicht bei internen Prozessen zur Abgabe von Geldwäsche-Verdachtsmeldungen schuldhaft verletzt. Aufgrund dieser Prozessschwächen hat die J.P. Morgan SE in der Zeit vom 4. Oktober 2021 bis 30. September 2022 systematisch Geldwäsche-Verdachtsmeldungen nicht rechtzeitig abgegeben.

Der Bescheid ist seit dem 30. Oktober 2025 rechtskräftig.

Zum Hintergrund:

Kreditinstitute sind Verpflichtete im Sinne des Geldwäschegesetzes. Sie müssen geeignete Aufsichtsmaßnahmen ergreifen, um Verstöße gegen Pflichten nach dem Geldwäschegesetz zu verhindern. Eine solche Pflicht ist etwa die Abgabe von Geldwäsche-Verdachtsmeldungen.

Kreditinstitute müssen eine Meldung an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (Financial Intelligence Unit – FIU) erstatten, wenn sie den Verdacht haben, dass eine Transaktion mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung im Zusammenhang stehen könnte.

Diese Verdachtsmeldungen müssen unverzüglich abgegeben werden. Damit kann die FIU, falls erforderlich, zügig weitere Schritte einleiten, wie etwa die Weiterleitung an Strafverfolgungsbehörden.

Bei systematischen Verstößen kann sich die Höhe des Bußgeldes nach dem Gesamtumsatz des Kreditinstituts richten. Dadurch kann es, wie hier, zu sehr hohen Bußgeldern kommen.


Maßnahme

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegen die J.P. Morgan SE mit rechtskräftigem Bescheid vom 13. Oktober 2025 auf Grundlage des § 130 Abs. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in der Fassung des Artikels 31 des Gesetzes vom 5. Oktober 2021 (BGBl. I S. 4607) ein Bußgeld in Höhe von 45 Millionen Euro festgesetzt.

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